Bachforellen 2015

Berichte über Fänge / Angeln
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störtebeker
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon störtebeker » Mo 10. Aug 2015, 15:45

Ich war am Wochenende an der jungen Lenne . Mitten im Sauerland gelegen und jungfreulich wie eine Piiiieep ohne Piiiieep darunter . Anfangs war ich zwar von dem Preis der Tageskarte im Vergleich zur Größe des Gewässers enttäuscht ( ein 1,5 - 2m schmales Bächlein für 25 € )


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aber einfach mal was neues ausprobieren. Was die nächsten Stunden anstand konnte nur als Indianerfischen bezeichnet werden . Unter dem Kuhzaun drunter ... in die Brennesseln rein ... Brombeere durchs Gesicht ... an ein kleines Loch im Bachbett anschleichen und exakt 1 Chance auf einen guten Wurf . Wer hier zu schnell oder unvorsichtig vorgeht sieht nur ein paar Schatten im Wasser die das Weite suchen .
Die hohen Bergkuppen und die allgemeine Kulisse ließen den Preis langsam in Vergessenheit geraten.
Und als ich mein Wupper-gewohntes 2,50m Vorfach auf etwa die Hälfte kürzte landete mein Streamer auch endlich an der Haustür eines 35cm Bachsaibling ... Premiere bei dieser Fischart .


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Ein paar richtig gute Stellen verlangten alles ab was an Können vorhanden war ... schräg zwischen Ästen Schwung aufbauen und seitlich unter einem großen Ast ablegen , zwei schnelle Schlaufen gegen die Strömung legen und die Nymphe sinken lassen . Und vor allem sachte !!! gaaanz sachte . Einen großen Fisch musste ich mit einer Nymphe im Zahnfleisch ziehen lassen als mein Vorfach brach und 3 20er Bachforellen von meinem Bachflohkebs befreien . Da ich nicht in der Kinderstube räubern wollte , kam ein größerer Köder ans Band der mir etwa 20 Bremsenstiche und 27 Dornenkratzer später noch eine hübsche 30er bescherte .


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Im Nachhinein betrachtet ist die junge Lenne genau das richtige für jemanden der noch einmal in seine Kindheit zurückreisen möchte , in der er mit Haselnussrute und 2m Garn auf " Große Jagdt " gegangen ist . Nur diesmal mit dem teuren Gerät ...


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.
" Dunkel die andere Seite sie ist , seeehr dunkel...."
" Joda, halts Maul und iss dein Toast "

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flarfischangeln
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon flarfischangeln » Di 11. Aug 2015, 06:12

Petri Heil. Klasse Bilder. :smluck:
:RFF:


Fische sind statistisch gesehen, die am seltensten überfahrenen Tiere.

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KoffjeUwe
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon KoffjeUwe » Di 11. Aug 2015, 06:40

Sehr schöner Bericht und tolle Bilder. Top! :smluck: :RFF:
Moi ist neit...
Groetjes Uwe...

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Martl54
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon Martl54 » Di 11. Aug 2015, 07:56

Schaun gut aus, so hab ich Forellen am liebsten.
:RFF: :smluck:
Gruß Martl

Zahlreich sind die Freuden des Fischers, denn die Natur ist allgegenwärtig.

http://www.Bavaria-Fishhunters.de

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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon hechtjogie » Mi 12. Aug 2015, 07:14

Petri, schöner Bericht.
:smluck: :RFF:

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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon Moderlieschen1990 » Mi 12. Aug 2015, 21:59

:RFF: :smluck:
Ein schlechter Tag beim Fischen, ist besser als ein guter Tag bei der Arbeit.

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Wedsta
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon Wedsta » Di 25. Aug 2015, 19:54

Schöner Bericht und Glückwunsch zum Fang! Bin bereits auf mehr gespannt!

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Alex
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon Alex » So 4. Okt 2015, 12:28

Tja störtebeker, nun hast du einen Eindruck davon wie ich fische. 27 Dornenkratzer? Das ja niedlich, die hab ich nach einer Stunde :smlachen:

Und wieder mal ein schöner Bericht, dann will ich mal nachlegen.
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Alex
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon Alex » So 4. Okt 2015, 13:01

Nachdem der April ganz ordentlich lief und ich im Sommer noch drei durchschnittliche Tage hatte, blieben mir noch einige Tage auf meiner Karte übrig.

23. August

Nach dem morgendlichen Familienfrühstück nutzte ich die Gelegenheit direkt in der Ecke zu sein, so dass ich mich mit vollgeschlagenen Bauch und 2 Liter Kaffee intus bei irrer Hitze in den Bach stürzte. Und da mein liebster Forellenkonkurrent von "Indianerfischen" redet; also bei uns heißt es frei nach den Gunners "welcome to the jungle".

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Nach den ersten obligatorischen Halbstarken gab es dann auch auf Ansage in der ersten tieferen Kurve unterhalb einer Rausche den ersten guten Fisch und dabei hatte ich gerade einmal den kleinen Bereich unterhalb des Cafè's befischt. Dazu muss man sagen, dass mein heutiger Abschnitt der jenige war, wo vor ein paar Jahren die Chemie in den Bach gelaufen war und den gesamten Bestand ausgelöscht hatte. So auch der zweite Platz den ich ansteuerte und hier bestätigte sich anhand der Fischmenge erneut, dass sich der Abschnitt scheinbar langsam erholt. Und dann eine tiefe Kurve, um die Kurve geworfen und verdammt, da verfehlte eine Gute meinen Köder. Also nochmal und dieses Mal kam sie nur bis zu meinen Füßen mit, aber aller guten Dinge sind drei!? Dann hing sie und nach kurzem Drill war die erste 40+ des Tages gelandet, so dass ich nun schon zwei schöne Fische vorweisen konnte:

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Nachdem noch eine gut 30er zurück durfte und ich während meiner Mittagspause mit dem Besitzer des Guts länger geredet hatte (sehr interessant Angelstorys aus den 50ern zu hören) konnte es dann weiter gehen, zumal man in Wathose eh schnell wieder ins Wasser wollte. Die dritte bessere Forelle folgte einige Gumpen tiefer, eine weitere die fast ihre 40cm hatte glitt mir wieder zurück ins Wasser und dazu gab es etliche Fische von 15-25cm, was am leichten Gerät in wunderschöner Natur natürlich trotzdem irgendwie Spaß macht.

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Zu guter Letzt gab es dann noch eine die fast an den zweiten und damit besten Fisch des Tages heran kam. Sehr witzig war dabei, dass ich auf 15 Meter sehen konnte wie zwei Forellen meinen Köder verfolgten, einmal die Gute und eine zweite die wohl so um 25-30cm lag und ich Sekunden lang nur dachte "bitte lass die Große beissen". Damit hatte ich am Ende vier schöne Fische im Korb und konnte mich auf den Rückweg machen: Ganz toll wenn man bei über 30 Grad in Wathose die 2,5km zum Auto zurück laufen darf :x

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20. September

Nachdem es vor kurzem an diesem Abschnitt so gut gelaufen war und ich heute eh abgesetzt und abgeholt wurde (Luxus nicht zurück laufen zu müssen) entschied ich mich die Strecke wie zuletzt noch einmal zu laufen und heute den letzten Kilometer bis zum nächsten Ort auch noch weiter zu gehen. Den ersten Fang des Tages gab es schon bevor ich im Wasser war; da lag doch tatsächlich ne eigentlich neue große Maglite im Gebüsch, die wohl irgendein Bauer da verloren hatte und die damit einen neuen Besitzer fand. Wenn man mal überlegt, dass die Teile 50 Euro kosten kann man das auch als sehr lohnenden Angeltag sehen, aber ich war ja wegen den Forellen da.

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Bisher hatte ich schon wieder einige Fische bis um 30cm erwischt, als ich an den Platz auf dem Foto kam. Genau die Stelle, wo ich vor vier Wochen die 40+ Forelle hatte, diese hatte rechts (1) gebissen, wo es heute nichts gab, doch mal schauen ob links vor den Steinen was steht (2). Kaum war mein Spinner ins Wasser getaucht war auch schon die Rute krumm und ein Anhieb erledigte sich auch direkt, bevor ich nach kurzen aber intensiven Drill die nächste wunderschöne Forelle erwischte. Mit 44cm ein ordentliches Maß und richtig fett; normalerweise wäre die zurück gegangen da Rogner, allerdings den Spinner hatte sie voll inhaliert dass an zurück setzen nicht mehr zu denken war.

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Erst einmal sollte das die einzige gute Forelle bleiben, auch wenn ich zwei bessere Fische im Drill verlor und so ging es immer weiter stromauf bis zum ersten heftigen Schauer, von dem ich im zugewachsenen Bach nicht viel mitbekam. Ob es am Luftdruck oder an den Stellen lag; keine Ahnung, aber an den nächsten 6 Stellen gab es 4 Forellen, die alle ein gutes Maß hatten und zwei davon durften auch mit. Dem Streckenende kam ich immer näher und bald würde eh mein "Taxi" kommen, so dass ich noch wenige Stellen vor mir hatte und an die wohl tiefste Gumpe überhaupt kam. Selbst am Eingang war es schon gut 1,5m tief und der Grund viel weiter ab, aber vielleicht steht hier ja eine.

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Links rüber geworfen und der wohl geilste Moment des Tages, als ich sah wie sie aus ihrem Versteck geschossen kam und meinen Spinner attackierte. Wieder ein schöner Drill und erneut lag ich bei vier Fischen. Und am gleichen Platz gab es tatsächlich zwei Würfe später noch eine fast gleich große, die dafür wieder zurück durfte und ich entschied dass es für heute reichen sollte, da ich eh aus dem Wasser raus musste und man aufhören soll wenn es am schönsten ist :-)
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Alex
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Re: Bachforellen 2015

Beitragvon Alex » So 4. Okt 2015, 13:32

26. September

Das letzte Wochenende vor der Schonzeit also und heute dachte ich mir, ich fische mal die ganzen ruhigen Stellen ab, die zuletzt gar nichts gebracht hatten. Der erste Platz die insgesamt ruhigste und eine der tiefsten Stellen die wir haben, früher immer für eine bessere Forelle gut, aber 2014 und 2015 hatte ich hier gar nichts mehr, vielleicht auch weil es immer schlammiger wurde? Oder lag es eher an denen hier...

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Davon gab es einige bis zu 25-30cm und außerdem konnte ich Trupps mit 40-50 Fischen im Wasser sehen, was vielleicht erklärt warum gegen so viele Fressfeinde die Forellen das Feld geräumt hatten. Auf jedenfall bekam ich auf 200m Strecke lediglich zwei kleine Forellen ans Band. Besser lief es unterhalb des Wehrs, wo es nur noch Forellen gab und die ersten Fische so die 30cm durchbrachen. Doch wirklich toll war das noch nicht, also ein Dorf weiter wo der nächste Wehrbereich ist und wieder ruhiges und tiefes Wasser zu finden ist.

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Wie sagt man so schön: perfekter Wurf = halber Fisch. Und in dem Fall stimmte es, da der Fisch genau vor dem Baum stand und sich die Castingzeiten aus der Jugend doch mal wieder bewährten. Nach diesem ordentlichen Fisch, einer zurück gesetzten, einer verlorenen und der Erkenntnis dass in einem Bach am Ufer stehend fischen wirklich ungewohnt ist bekam ich unterhalb der Grillhütte noch eine weitere gute Forelle dran. Den ganzen Angeltag hatte ich irgendwie halb mit Labern verschenkt (der Nachteil wenn man nah an der Therme, am Sportplatz oder mitten im Dorf fischt). Der letzte Platzwechsel brachte noch die dritte Forelle die ich dann mitnahm und dann war es auch Zeit abzubrechen um pünktlich zum leckeren Abendessen zu kommen und morgen war ja auch noch ein Tag.

27. September

Heute war ich deutlich früher als zuletzt am Wasser und irgendwas stimmte hier nicht. Ein Platz der sonst voller Forellen ist brachte kaum etwas, nur woran lag es? War das Wasser zu sehr abgekühlt, da wir in der Nacht nur gut 5°C hatten? Als ich höher kam und Gumpen entdeckte wo die Forellen schon Bugwellen schlugen weil so wenig Wasser drin war und spätestens als ich sah dass das Wehr still stand war mir klar, woran es liegen sollte.

Also galt es zu überlegen und ich fuhr weiter nach unten in der Hoffnung dass durch die beiden noch dazwischen liegenden Wehre dort der Wasserstand noch okay wäre, zumal dort eh die tieferen Stellen sind. Gut mehr Bisse gab es hier, allerdings nach ca. vier Stunden hatte ich gerade einmal knappe 10 Forellen mit max. knapp 30cm, was wirklich nicht das war was man kennt. Immer wieder schöne Kurven und Rauschen die nichts brachten und schon dachte ich ans aufhören, als ich direkt hinter einer tiefen Kurve eine eigentlich nicht sonderlich heiße Stelle anwarf, allerdings lagen hier viele Äste im Wasser, also ruhig mal versuchen. Und plötzlich ein Mordsbiss und sofort kreischte meine Bremse; was zum Teufel hatte sich denn jetzt meinen Köder gepackt? Hinter mir und links Äste, rechts Wurzeln und gerade aus kam bald die nächste Rausche mit Steinen so dass der Drill ein Drahtseilakt wurde und dann sprang das Biest auch noch. Spätestens bei dem Anblick wusste ich dass dort ein Ausnahmefisch hängt und kurze Zeit später hallte ein lautes "JAAAAAAAAA" über Bach und Wiesen.

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Milchner mit 50cm, PB eingestellt. So dürfte natürlich jeder durchwachsene Tag laufen :smlachen:

Danach ärgerte es mich nicht mal mehr, dass die Bissquote heute weiter schwach blieb, allerdings wurde sie etwas besser und auffallend war dass die Fische im Schnitt größer waren. Ist es sonst bei uns normal dass man viele 20er dazwischen hat, kratzte heute fast jede an den 30cm und eine deutlich bessere war auch noch dabei. Zwei Fische hatte ich und die letzten Stunden nutzte ich einfach noch zum Experimentieren diverser Köder, Fotos zu machen und doch nochmal die Fliegenrute zu schnappen.

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Hier noch einmal der Vergleich, die untere "kleine" Forelle hatte übrigens auch an die 40cm, womit man mal den Vergleich sehr schön sieht.

Am Ende konnte ich nur sagen "Danke Saale für ein weiteres schönes Angeljahr, wir sehen uns am 1. April wieder". Insgesamt war ich in diesem Jahr zehnmal los und hatte 27 Fische entnommen, aber selbst nach meinem eigenen Maß von 32/33cm wären es wohl 50-60 Forellen gewesen (vom offiziellen Vereins-Schonmaß 28cm ausgehend wäre die Zahl dreistellig, aber das ja ein lächerliches Maß) und vor allem standen neben der geilen 50er noch neun weitere Fische mit 40+ zu Buche. Interessant dass ich jeweils am letzten Wochenende 2014 und 2015 einen 50cm Fisch fange. Und so konnte ich mich mit einem Lächeln von meinem Lieblingsbach verabschieden, an dem ich wieder schöne Stunden hatte, was wohl jeder bei diesen Impressionen hier verstehen kann:

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