Samstagmorgen mit kapitalem Ende

Berichte über Fänge / Angeln
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Alex
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Samstagmorgen mit kapitalem Ende

Beitragvon Alex » So 15. Nov 2015, 15:06

Gestern wollte ich mal wieder etwas die Raubfische der Weser ärgern und nach einer guten Phase im Oktober lief es die letzten 1,5 Wochen wieder eher durchwachsen und gerade die Zander sind noch sehr zickig, so dass ich schon gegen 6:00 Uhr am Wasser war um noch ein wenig die Dunkelheit auszunutzen. Doch leider ging dieser Plan nicht auf und ich konnte keinen Stachelritter überlisten.

Also dann von Wobbler auf Gummifisch und wie gewohnt zunächst große Shaker und Sea Shads, doch auch hier tat sich nichts. Bis auf einen raubenden Fisch passierte nichts, doch auch der wollte nicht beißen. Diese Stelle sollte jedoch später noch eine Rolle spielen. Am Streckenende entschied ich mich dann den Rückweg klassisch mit kleineren Ködern noch einmal zu versuchen um wenigstens nicht zu schneidern und siehe da; 10 Minuten später brachte mir der weiß/gold-glitter Tiddler Fast einen ca. 55cm langen Zander, womit ich immerhin nach gut 4 Stunden nicht mehr ganz ohne Fisch da stand.

Danach wechselte ich auf einen kleineren Shaker in silver phantom und da immer wieder starke Windböen aufkamen ging ich vom Faulenzen aufs einfache langsame einholen über. Hier und da folgten Barsche meinem Köder, bis ich wieder am anderen Ende angekommen war und nur noch drei Angelplätze vor mir lagen, allerdings ist dieser dritt letzte Platz, genau unter der Brücke gelegen, einer der beiden Top-Spots.

Stromab geworfen und den Shaker mit Tempowechseln 10m vor dem Ufger entlang geführt, als plötzlich erst ein kleiner Zupfer zu spüren war, gefolgt von einem mächtigen Einschlag und einer krummen Rute. Hecht! Das war mir schnell klar und spätestens nach dem ersten Schlagen an der Oberfläche und einer rasanten Flucht war ich mir auch sicher, dass hier kein kleiner Fisch hing. Dass er genau dort gebissen hatte, wo vorhin etwas geraubt hatte fiel mir erst jetzt wieder ein während er eine fast 30 Meter lange Flucht in den Hauptstrom hin legte. Nach einigen Minuten hatte ich ihn dann fast so weit und er kam zum ersten Mal komplett hoch, wobei dann klar war dass dieser Fisch den Meter haben könnte. Faszinierend wie sehr einem noch immer die Knie zittern und der Puls rast, auch wenn man schon einige Meterfische gefangen hat.

Jetzt wurde mir erst bewusst wie doof die Stelle war; vor mir war das Wasser nur knöcheltief, wo ich ihn nicht über die Steine ziehen wollte um eine Handlandung zu machen. Da ich aber grundsätzlich den Kescher mit nehme, wenn ich alleine bei Dunkelheit fischen gehe, war ich froh den nun zu haben, doch bekomm ich diesen Fisch überhaupt gekeschert? Den ersten Versuch musste ich zumindest abbrechen, gerade da der Fisch auch noch knapp gehakt war und ich ihn nicht so verlieren wollte. Also gab ich ihm noch eine Flucht, der zweite Versuch galt dann er dem abschätzen und nach einer letzten Ehrenrunde klappte es so halbwegs, auch wenn er mehr halb im Kescher steckte als rein zu gleiten. Doch irgendwie gelang es dann und da lag nun eine wunderschön gezeichnete Hechtdame vor mir.

Bild

Genau gemessen habe ich dann nicht und auch auf ein Selbstauslöser-Foto verzichtete ich nach dem langen und anstrengenden Drill, sowie der etwas holprigen Landung. Der Zollstock hat zumindest 100cm, also knapp drüber und damit mein vierter Meterhecht 2015; das heißt noch einen brauch ich da ich noch nie fünf deutsche Meterhechte in einem Jahr hatte. Nach dem schnellen Foto und dem Hinweis in ein paar Jahren nochmal zu beißen durfte die Dame dann wieder schwimmen um bald für viele kleine Hechtbabys zu sorgen. Für mich war das dann auch der perfekte Zeitpunkt um den Angeltag zu beenden, zumal eh der Köder zerfetzt war und ich den teils im Kescher verfangenen Jighaken abgekniffen hatte um den Fisch schnell zu lösen.
Raubfischcounter 2016

Hecht: 0 Stk. (Jahresbest: xxxcm)
Zander: 0 Stk. (Jahresbest: xxxcm)
Rapfen: 0 Stk. (Jahresbest: xxxcm)
Bachforelle (ü 40): 0 Stk. (Jahresbest: xxxcm)

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Martl54
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Re: Samstagmorgen mit kapitalem Ende

Beitragvon Martl54 » So 15. Nov 2015, 16:23

Das ist doch ein dickes Petri wert. :RFF:
Gruß Martl

Zahlreich sind die Freuden des Fischers, denn die Natur ist allgegenwärtig.

http://www.Bavaria-Fishhunters.de

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flarfischangeln
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Re: Samstagmorgen mit kapitalem Ende

Beitragvon flarfischangeln » So 15. Nov 2015, 16:42

Klasse Esox und Bericht. :RFF:
:RFF:


Fische sind statistisch gesehen, die am seltensten überfahrenen Tiere.

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hechtjogie
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Re: Samstagmorgen mit kapitalem Ende

Beitragvon hechtjogie » Mo 16. Nov 2015, 07:03

Petri zu dem gelungenen Fischzug.
:smluck: :RFF:


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